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Quelle
Bundespolizei
04.09.19

„Im Einsatz mit ...“ – Tobias im Bereich Bundespolizei See

Sechs Tage, so lange dauert in der Regel eine Streife mit der BP 25 „BAYREUTH“, einem der Einsatzschiffe der Bundespolizei. Sechs Tage, an denen die 14 eingesetzten Polizeivollzugsbeamten den festen Boden unter den Füßen gegen die Planken des Schiffes eintauschen und die Kollegen die Familie sind. Während dieser Zeit sind sie sowohl Seemann als auch Bundespolizist. Was das für die Beamten an Bord bedeutet, erfahrt ihr im achten Teil unserer YouTube-Serie „Im Einsatz mit …“, für die wir dieses Mal Tobias auf Streifenfahrt in der Ostsee begleiten dürfen.

In einem Dreiwachsystem ist die Besatzung des Bundespolizeischiffes rund um die Uhr einsatzbereit. „Seewache“, Bereitschaft und Ruhezeit lösen sich einander ab.

Zu den Aufgaben zählen neben der grenzpolizeilichen Überwachung des Seegebiets auch die Ermittlungen bei Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit schifffahrtspolizeilichen und umweltpolizeilichen Hintergrund. Sie kontrollieren Schiffe und Häfen in ihrem Zuständigkeitsbereich, versuchen Gewässerverunreinigungen zu verhindern und leisten in Seenot geratenen Booten und Schiffen Hilfe.

Um den vielfältigen Anforderungen an Bord gewachsen zu sein, absolviert jeder neue Kollege im Einsatzbereich See neben der polizeilichen Grundausbildung eine einjährige maritime und technische Grundausbildung am Maritimen Schulungs- und Trainingszentrum in Neustadt (Schleswig-Holstein), ehe es an Bord geht.

„Es ist eine besondere Herausforderung, das polizeiliche Wissen anzuwenden und gleichzeitig das technische Know-how zu haben, um das Schiff warten und fahren zu können“, erklärt Tobias. Er selbst zieht daraus einen speziellen Reiz, schließlich hat er sich schon seit Kindertagen für Technik interessiert. Hinzu kommt, dass die Aufgaben auf See besonders abwechslungsreich sind.

Dabei ist Tobias stets auf die Kollegen angewiesen – Einzelkämpfer hätten auf See keine Chance, nur mit Teamwork lassen sich die verschiedenen Disziplinen im Arbeitsalltag bewältigen. Dafür hat jedes Crewmitglied bestimmte Funktionen an Bord, etwa im technischen oder nautischen Bereich. So entsteht eine kollegiale und geradezu familiäre Atmosphäre an Bord – unabhängig von Dienstgrad oder Seejahren. Vielleicht erklärt das, warum kaum ein Bundespolizist den Einsatzbereich See verlässt, sobald er einmal dort eingesetzt war.

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Quelle
Bundespolizei