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Quelle
Bundespolizei
25.08.22

Sowas macht ihr? Die Jobs bei der Bundespolizei, mit denen du nicht gerechnet hättest #02

Wer an Piraten denkt, hat Captain Jack Sparrow vor den Augen, wie er beim Ringen um die Black Pearl allerlei Abenteuer erlebt. Dass Piraterie aber nicht nur Inhalt von Spielfilmen ist, wissen unsere Kolleginnen und Kollegen des Piraterie-Präventionszentrum der Bundespolizei (PPZ) nur all zu gut. In ihrer täglichen Arbeit schützen sie die deutsche Handels- und Sportschifffahrt in den Weiten der Weltmeere.

Piraterie heute

Wer denkt, Piraterie sei ein Relikt lange vergangener Zeiten, liegt falsch. Heute spricht man von Piraterie als Teil maritimer Kriminalität, die ein echtes Risiko für Schiff und Besatzung auf Hoher See darstellt. Besonders auf hoch frequentierten Handelswegen, wie der Straße von Malakka, der Straße von Singapur, dem Golf von Aden und dem Golf von Guinea sind Piraten aktiv. Auch wer im Seegebiet vor den Philippinen und der Karibik unterwegs ist, muss sich in Acht nehmen vor Gewalttaten, Eigentumsdelikten oder Freiheitsberaubungen durch Piraten. Anders als man erwarten würde, wurde seit 2008 ein regelrechter Aufschwung von Seeräuberei verzeichnet, der im Jahr 2010 mit 445 weltweit registrierten Überfällen seinen traurigen Höhepunkt fand. Da die Bundespolizei nicht nur innerhalb der Grenzen Deutschlands für Sicherheit sorgt, wurde die Bundespolizei tätig, um dieser Entwicklung entschlossen entgegenzutreten.

Das macht das Piraterie-Präventionszentrum der Bundespolizei (PPZ)

Als Reaktion auf den Piraterie-Boom wurde noch im selben Jahr, 2010, das Piraterie-Präventionszentrum der Bundespolizei gegründet. Als Teil der Bundespolizei See ist das Team vom PPZ zentrale Anlaufstelle für alle nationalen und internationalen Behörden und Organisationen im Zusammenhang mit der Pirateriebekämpfung. Außerdem ist das PPZ erster Ansprechpartner für die deutsche maritime Wirtschaft sowie die Sportschifffahrt. An ihrem Standort in Neustadt (Holstein) analysieren die Bundespolizistinnen und –polizisten Vorfälle auf hoher See genauestens und erfassen die weltweiten Entwicklungen. Wenn nötig, stoßen sie wichtige Vorgänge an und nehmen Kontakt zu Reedereien und Besatzungen auf, um in Gefahr geratene Schiffe zu schützen. Wie der Name des PPZ aber bereits zu verstehen gibt, liegt ein Großteil der Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen in der Prävention. Um die Besatzungen von Handels- und Sportschifffahrt bestmöglich für die Reise über gefährliche Strecken vorzubereiten, gibt das PPZ Workshops zur Verhinderung von Überfällen. Auch Seglerinnen und Segler können sich bei entsprechenden Workshops des PPZ über Gefahren und Herausforderungen einer Weltumsegelung informieren. Die enge Zusammenarbeit aller internationalen Organisationen zur Pirateriebekämpfung zahlt sich aus: die Zahl der Überfälle sinkt.

So kommst du an Bord

Auch du willst der Piraterie den Kampf ansagen? Dann solltest du ein echter Teamplayer sein und gemeinsam mit deinen Kolleginnen und Kollegen schnell und sicher handeln. Und da es im Notfall um Menschenleben geht, musst du in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahren und klare Entscheidungen treffen können. Dabei sind in der Regel internationale Organisationen involviert, mit denen du dich auf Englisch sicher und klar austauschen kannst. Wenn du dann noch eine gute Portion an maritimem Interesse und Computerkenntnissen mitbringst, steht dir einer Verwendungsfortbildung im PPZ nichts mehr im Weg. Voraussetzung ist selbstverständlich eine Ausbildung im Polizeivollzugsdienst. In diesem Sinne: Anker lichten und volle Kraft voraus!