Luftsicherheit

Luftsicherheit

Abheben ohne Gefahr – der Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs
"Ich wusste von klein auf, wie spannend die Arbeit bei der Bundespolizei ist“

Katja war bereits Krankenschwester, als sie sich für eine Ausbildung bei der Bundespolizei entschloss. „Ich wollte mich beruflich verändern“, sagt die heute 29-Jährige. Bei der Bundespolizei bekam sie die Chance dazu – und fand am Flughafen Stuttgart einen Job im Bereich Luftsicherheit, der sie erfüllt. Im Interview erzählt die Sächsin von verdächtigem Gepäck und ihrem bewegten Arbeitsalltag.

Katja, was hat dich damals zu einem Wechsel zur Bundespolizei bewegt?

Meine Mutter ist Kontroll- und Streifenbeamtin. Ich wusste also von klein auf, wie spannend die Arbeit bei der Bundespolizei sein kann. Vielleicht wollte ich am Anfang einen

Katja

anderen Weg gehen als meine Mutter und habe mich deshalb zunächst für eine Ausbildung zur Krankenschwester entschieden. Als ich dann aber gemerkt habe, dass mich diese Aufgabe nicht erfüllt und mich die Bundespolizei viel stärker reizt, war der Wechsel nur logisch.

Jetzt bist du für die Luftsicherheit zuständig. Wie sieht ein typischer Arbeitstag am Flughafen aus?

Den typischen Arbeitstag gibt es nicht, da wir ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Wir fahren mit dem Streifenwagen das Flughafengelände ab, kontrollieren verdächtige Personen, überprüfen den Zaun auf Manipulationen und achten auf Menschen, die sich unberechtigt im Sicherheitsbereich aufhalten. An anderen Tagen sorgen wir als Fußstreife für die Sicherheit in den Terminals und halten zum Beispiel unsere Augen nach herrenlosen Gepäckstücken offen. Falls uns etwas Ungewöhnliches auffällt, sperren wir die betreffenden Bereiche ab und verständigen Spezialisten. Sie beurteilen, ob von dem Gepäckstück eine Gefahr ausgehen könnte und welche weiteren Maßnahmen notwendig sind. Außerdem übernehmen wir bei Straftaten die ersten Ermittlungen vor Ort, zum Beispiel, wenn im Reisegepäck verbotene Gegenstände mitgeführt werden. Darüber hinaus kontrollieren meine Kollegen und ich im grenzpolizeilichen Aufgabenbereich die Pässe der an- und abreisenden Fluggäste bei der Ein- und Ausreise.

Was reizt dich am meisten an deinem Job?

Die Abwechslung! Zum einen macht es Spaß, in einem Team zu arbeiten, in dem von 18 bis 60 jedes Alter vertreten ist. Zum anderen sind es die vielen verschiedenen Herausforderungen, die einem die Arbeit an einem Flughafen bietet – von der Streife über die Sachbearbeitung bis zu den Grenzkontrollen. Wir haben regelmäßig Sport- und Einsatztraining und zudem die Möglichkeit, spannende Zusatzqualifikationen zu erwerben. Wer möchte, bekommt zum Beispiel die Chance, sich zur Urkundenfachkraft weiterbilden zu lassen. Langweilig wird es hier also bestimmt nicht.


Die Luftsicherheit im Überblick

Um vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs zu schützen, übernimmt die Bundespolizei verschiedene Aufgaben: Sie kontrolliert zum Beispiel Fluggäste und deren Reisegepäck. Dabei kommt neben speziell geschultem Personal auch modernste Luftsicherheitskontrolltechnik zum Einsatz. Darüber hinaus ist sie für die Überwachung des gesamten Flughafengeländes verantwortlich und ergreift Schutzmaßnahmen bei besonders gefährdeten Flügen und Luftfahrtunternehmen. Zudem spürt die Bundespolizei Gegenstände auf, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. Zu den Einsatzorten zählen die Flughäfen Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, Saarbrücken, Stuttgart und München (ohne Fluggast- und Gepäckkontrollen).