Auf die Plätze, fertig, los: Der Ausbildungsbeginn bei der Bundespolizei

Jedes Jahr im September kommt Bewegung in die Aus- und Fortbildungszentren der Bundespolizei. Ein neues Ausbildungsjahr beginnt und mit ihm der Weg zum Traumberuf. Am 1. September 2016 starteten insgesamt 2.387 junge Menschen in ihre Ausbildung, davon gingen 1.855 Anwärter in die Ausbildung für den mittleren und 532 für den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Für viele war es der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Nach gut zwei Monaten blicken wir zurück und fassen für euch zusammen, wie die ersten Ausbildungswochen bei der Bundespolizei ablaufen.

Die ersten Tage – ankommen, orientieren, auspacken

Wer das Auswahlverfahren für den mittleren Dienst erfolgreich gemeistert hat, erhält zusammen mit der Zusage die Zuteilung auf eines der Aus- und Fortbildungszentren Neustrelitz, Walsrode, Swisttal, Eschwege, Oerlenbach oder Bamberg. An welchem Standort man seine Ausbildung durchläuft, entscheidet sich nach den vorhandenen Kapazitäten und wird von der Bundespolizeiakademie festgelegt. Die Ausbildung für den gehobenen Dienst findet immer in der Bundespolizeiakademie in Lübeck statt.

Nach der Ankunft am Ausbildungsort beziehen die frisch gebackenen Anwärter als erstes ihre Unterkünfte. Die Zimmer, die in der Regel von zwei Auszubildenden bewohnt werden, sind mit Tisch, Bett, Schrank und einem Waschbecken ausgestattet. Die Duschen und Toiletten befinden sich auf dem Flur und werden gemeinschaftlich, nach Geschlechtern getrennt, genutzt. Frühstück, Mittag und Abendessen gibt es für alle in der Kantine.

Programmpunkte der ersten Tage der Ausbildung:

• Erhalt von Uniform und Sportbekleidung
• Rundgang über das Gelände
• Vorstellung des Lehrgruppenleiters
• feierliche Begrüßung durch den Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums
• Ernennung zu Beamten auf Widerruf

Jetzt wird’s offiziell – die feierliche Vereidigung

Wenn die polizeiärztliche Untersuchung erfolgreich bestanden wurde, erfolgt Ende September die feierliche Vereidigung zum Bundespolizisten. In einer offiziellen Zeremonie kommen alle Anwärter des neuen Jahrgangs zusammen, um gemeinschaftlich ihren Eid abzulegen. Sie versprechen, sich für den Schutz der verfassungsmäßigen Ordnung, für die Sicherheit und die Freiheit der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland einzusetzen. Die Vereidigung findet im Beisein der Familien statt.

Zurück auf die Schulbank – Stundenplan und Ausbildungsinhalte

Der Unterricht beginnt sowohl im gehobenen als auch im mittleren Dienst direkt in der ersten Ausbildungswoche. Einsatzrecht und Einsatzlehre, Staats- und Verfassungsrecht sowie Kriminalistik stehen dabei unter anderem auf dem Stundenplan. Aber auch klassische Fächer wie Deutsch, Englisch und Sport dürfen natürlich nicht fehlen. Nach vier bis sechs Wochen erfolgt das erste richtige Einsatztraining – ein besonderes Highlight für viele Anwärter.

Und wie gefällt es den Auszubildenden?

Polizeimeisteranwärterin Isabell hat am 1. September 2016 ihre Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst in Bamberg begonnen. Auf Instagram hat sie uns folgende Nachricht geschickt:

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Aussicht genießen, nach 17 km Orientierungsmarsch hoch auf den Staffelberg

Du willst im nächsten Jahr auch dabei sein? Bis zum 15. Dezember 2016 kannst du dich noch für eine Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst bei der Bundespolizei bewerben (Ausbildungsbeginn: 1. September 2017).