Bundespolizeibeamtin und Mutter – zwei Berufe unter einem Hut

Die Bundespolizei wünscht allen Müttern einen tollen Muttertag!

BPOL Muttertag

Frühstück ans Bett, einfach mal den Abwasch übernehmen oder einen schönen Blumenstrauß schenken – ganz klassisch. Viele Mütter freuen sich heute über diese und andere Aufmerksamkeiten ihrer Kinder. Denn heute ist Muttertag.

Auch bei der Bundespolizei arbeiten viele Mütter. Zu unseren über 40.000 Mitarbeitern gehören fast 8.500 Frauen. Auf viele von ihnen wartet nach Dienstschluss die Familie. In den blauen Uniformen stecken Mütter, die sich um ihre Kinder sorgen, nach dem Vorlesen alle Kinderbücher auswendig kennen und zu deren Aufgaben neben dem Beruf auch der Besuch des Elternsprechtags gehört.

Bei der Bundespolizei kannst du deine Arbeitszeiten flexibel gestalten oder nach Wunsch in Teilzeit arbeiten – und das bei vollem Überstundenausgleich. Damit unterstützt die Bundespolizei als Arbeitgeber die Vereinbarkeit beider Berufe: Bundespolizeibeamtin und Mutter.

Heute möchten wir allen Müttern Respekt zollen und dir unsere Kollegin Romy vorstellen: Romy hat ihre Ausbildung zur Bundespolizeibeamtin 1991 im mittleren Polizeivollzugsdienst begonnen. Heute hat Romy einen sechsjährigen Sohn, ist erfolgreich bis in den höheren Polizeivollzugsdienst aufgestiegen und arbeitet aktuell als Sachbereichsleiterin für Kriminalitätsbekämpfung.

Romy, du hast deinen Aufstieg vom gehobenen in den höheren Dienst 2015 begonnen. Dein Sohn war damals drei. Hat die Bundespolizei dich dabei unterstützt, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen?

Ja, ich habe viel Unterstützung bekommen. Mein Mann, der ebenfalls bei der Bundespolizei ist, hat während meines 16-monatigen Aufstiegsverfahrens zeitweilig im Tagdienst gearbeitet und konnte sich so um die Betreuung unseres Sohnes kümmern.

Privat habe ich meine beruflichen Ziele gegen meine familiäre Situation abgewogen. Da gab es durchaus ein Spannungsfeld: Das typische Gefühl einer Mutter, unentbehrlich zu sein. Die Frage, wer kümmert sich daheim? Unsere Antwort lautete ganz einfach: Papa eben. Rückblickend ist die Zeit schnell verflogen – wer kennt das nicht – und alle Betroffenen haben die Herausforderungen gemeistert, jeder seinen Teil.

Übrigens schreibe ich diese Zeilen abends während mein Sohn im Traumland weilt. Am Nachmittag haben wir gemeinsam viel unternommen und erlebt. Das geht nur, weil die Bundespolizei mir flexible Arbeitszeiten ermöglicht.

Sollten mehr Frauen und Mütter bei der Bundespolizei den Aufstieg wagen, etwa in den Höheren Dienst?

Meine Laufbahn ist sicher keine Blaupause und auch nicht das Richtige für jede Kollegin. Mir ermöglicht das Karrieremodell, mich in meinem Beruf bestmöglich einzubringen und gleichzeitig eine ausgewogene Work-Life-Balance zu halten.

Welche Eigenschaften, neuen Ansätze oder Schwerpunkte bringen weibliche Führungskräfte deiner Meinung nach bei der Bundespolizei ein?

Ich empfehle, diese Frage meinen männlichen Kollegen zu stellen. Deren Wahrnehmung von außen dürfte reeller sein als meine eigene. In meinem derzeitigen Arbeitsbereich arbeiten seit mehreren Jahren fast genauso viele Frauen wie Männer. Die Aufgaben stehen für uns im Mittelpunkt: Deshalb sind Überlegungen zu typischen Geschlechterrollen oder -merkmalen eigentlich kaum ein Thema.