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Instagram-Interview mit Polizeihauptkommissar Ronny

#eureFragen #unsereAntworten

Ronny ist bei der Bundespolizeiinspektion Münster als Ermittlungsbeamter und Kriminaltechniker tätig. Für diesen Aufgabenbereich braucht man nicht nur eine akribische Arbeitsweise, sondern muss manchmal auch um die Ecke denken können. Im Interview hat uns Ronny erzählt, was die Arbeit in der Kriminalitätsbekämpfung bei der Bundespolizei so besonders macht.

Hallo Ronny, wie bist du in der Kriminalitätsbekämpfung gelandet? Waren dafür spezielle Aus- und Weiterbildungen notwendig?

„Wie alle Bundespolizisten habe ich zunächst die Ausbildung absolviert. Danach habe ich mich beim Ermittlungsdienst beworben, weil ich mich sehr für den Bereich interessiert habe. So bin ich zur Kriminalitätsbekämpfung gekommen. Durch verschiedene Fortbildungen habe ich mein Fachwissen in diesem Bereich erweitert. In der Ausbildung gibt es auch das Unterrichtsfach Kriminalistik. Auf diese Weise kann man schon mal theoretisch und praktisch in die Ermittlungsarbeit reinschnuppern.“

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Unter „Bereitschaftspolizei“ oder auch „Reiterstaffel“ können sich die meisten etwas vorstellen. Der Aufgabenbereich „Kriminalitätsbekämpfung“ ist da schon etwas spezieller. Kannst du uns verraten, wie genau deine Aufgaben dort aussehen?

„Die Kriminalitätsbekämpfung bei der Bundespolizei umfasst ganz verschiedene Bereiche, in denen man mehr oder weniger persönlichen Kontakt zu Tätern, Opfern und dem Fallinhalt hat. Es gibt Fahndungseinheiten, Ermittlungsdienste, Urkundenprüfer und Kriminaltechniker. Jeder hat seine speziellen Aufgaben.

Als Ermittlungsbeamter kümmere ich mich unter anderem um Fälle von Sachbeschädigung oder Körperverletzung, zum Beispiel im Zuge eines Fußballspiels. Aber auch die Unfallermittlung bei einem Bahnunfall, gehört zu meinen Aufgaben. Ich führe mit meinen Kollegen auch mal eine Hausdurchsuchung durch oder einen Tatverdächtigen dem Richter vor.

Bei der Kriminaltechnik wiederum habe ich weniger mit den am Fall beteiligten Personen zu tun. Dort sind meine Hauptaufgaben die Spurensuche und -bearbeitung sowie die Tatortaufnahme. Das heißt, ich beurteile, ob ich eine Spur selber untersuchen und sichern kann, zum Beispiel auf Fingerabdrücke, oder ob diese an die kriminaltechnischen Dienste weitergeleitet werden muss.“

Gibt es einen Fall, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

„Es gibt viele kuriose und spannende Fälle. Für mich sind Bahnbetriebsunfälle immer besonders interessant. Es ist schon beeindruckend, wie Kraft wirken kann, wenn auf einmal, was früher mal ein Zug war, nur noch ein großer Haufen Schrott ist. Wir versuchen dann herauszufinden, wie es dazu kam. Im Winter 2009 zum Beispiel verunglückte ein Zug in Neubeckum. Er wurde förmlich auseinandergerissen und die Trümmer lagen auf zwei Kilometer verteilt.“

Fällt es da manchmal schwer Abstand zu dem Erlebten zu bewahren oder nimmt man die Fälle schon mal gedanklich nach Feierabend mit nach Hause? Ist man ständig auf Abruf?

„Ich kann da ganz gut abschalten. Bei großen und kniffligen Fällen denkt man natürlich manchmal auch Zuhause noch darüber nach. Aber es ist wichtig Freizeit und Arbeit zu trennen. Auch wenn es immer sein kann, dass man in seiner freien Zeit zu einem Einsatz gerufen wird. Allerdings kommt das in meinem Bereich nicht sehr häufig vor. Normalerweise arbeite ich von Montag bis Freitag, wobei ich mir die Arbeitszeit bis zu einem gewissen Grad selber einteilen kann – ich kann mal früher gehen und muss mal länger bleiben. Neben der Arbeit trainiere ich eine Fußballmannschaft. Es bleibt also genügend Zeit für Hobbys.“

Apropos Freizeit: Guckt man sich als Ermittler überhaupt Krimis im Fernsehen an?

„Klar schaue ich zum Beispiel mal gerne den ‚Tatort’ – auch wenn der natürlich in erster Linie unterhalten soll und vieles unrealistisch ist. Dennoch kann auch ein „Tatort“ ein kleiner Ideengeber sein, zum Beispiel bei der Tatortaufnahme. Der wesentlichste Unterschied zwischen dem ‚Tatort’ und der realen Ermittlungsarbeit ist der deutlich geringere Papierkram im Fernsehen. Zu guter Ermittlungsarbeit zählt im echten Leben natürlich auch das Festhalten jeder Ermittlungshandlung, um Tatbestände beweissicher zu machen. Nur so kann ein Täter vor Gericht gestellt werden. Für mich sind die schriftlichen Berichte daher sehr wichtig, damit das Tatgeschehen vor Gericht nachvollziehbar ist.“

Zusammengefasst, was ist das Besondere an deinem Job?

„Jeder Fall muss ganz individuell angegangen werden. Ich muss mich immer wieder neu in den Täter hineinversetzen – besonders bei der Tatortaufnahme. Das heißt, ich muss mir überlegen, was könnte der Täter wie gemacht haben und wo könnte ich Spuren finden. Der Ablauf ist zwar ähnlich, doch jeder Täter verhält sich anders, sodass Befragungen und Vernehmungen immer anders sind. Dadurch bleibt der Beruf sehr abwechslungsreich und wird nie langweilig.“

Kannst du angehenden Bundespolizisten empfehlen, im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung tätig zu werden? Welche Eigenschaften müssen Bewerber deiner Meinung nach dafür mitbringen?

„Wenn man sich für die Kriminalitätsbekämpfung interessiert, sollte man das Ziel unbedingt verfolgen. Es werden immer junge Ermittlungsbeamte gesucht. Besonders wichtig für die Arbeit sind eine selbstständige Arbeitsweise, ein gesundes Selbstvertrauen und Kommunikationsfähigkeit. Außerdem kreatives Denken, um einen Tatort von verschiedenen Seiten beleuchten zu können, und natürlich ist der Umgang mit dem Computer fest im Arbeitsalltag verankert.“

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Instagram-Interview mit Polizeiobermeister Erkan

#eureFragen #unsereAntworten

Erkan arbeitet seit 2011 als Bundespolizist am Münchener Hauptbahnhof. Für den Einsatz am Bahnhof braucht man manchmal ein dickes Fell. Im Interview erzählt er uns, von seinen Aufgaben und beantwortet eure Fragen aus unserem Instagram-Q&A.

Hallo Erkan, das Wichtigste zuerst: Warum hast du dich entschieden, Bundespolizist zu werden?

„Ich hatte schon immer den Kindheitstraum, Polizist zu werden. Nach meinem Schulabschluss im Jahr 2007 war ich bei einem Berufsinformationstag des Arbeitsamtes in Nürnberg, wo sich unter anderem auch die Bundespolizei vorgestellt hat. Ich habe mich dann sowohl bei der Bundes- als auch bei der Landespolizei beworben. Letztendlich haben mich aber vor allem die Heilfürsorge, die besseren Aufstiegsmöglichkeiten und die bessere Besoldung bei der Bundespolizei überzeugt.“

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Nach deiner Ausbildung in Oerlenbach bist du 2011 nach München gekommen. Hattest du Mitspracherecht bei der Wahl deines Arbeitsortes?

„Ja, im letzten halben Jahr der Ausbildung haben wir eine Liste bekommen, welche Standorte, wie viele Stellen frei haben. Die meisten freien Stellen gibt es in der Regel in den Schwerpunktbereichen am Flughafen Frankfurt/Main, München, Stuttgart und Sankt Augustin. Ich wollte gerne in der Nähe meiner Heimatstadt Nürnberg bleiben und habe mich deswegen für München und den Hauptbahnhof beworben.“

Am Bahnhof arbeitet ihr in drei Schichten. Wie beginnt bei dir ein typischer Arbeitstag?

„Also, als erstes fahre ich zur Dienststelle am Münchner Hauptbahnhof, lade meine Waffe, begrüße die Kollegen und dann schaue ich auf den Streifenplan. Er gibt Auskunft darüber, wer mit wem für die Streife eingeteilt ist, an welchem Bahnhof ich eingesetzt bin oder ob ich mit einer motorisierten Streife alle S-Bahn-Haltepunkte abfahren werde. Meistens beginnt der Dienst dann damit, dass ich Sachbearbeitungen aus vorherigen Schichten zu Ende bringe und auf den ersten Einsatz warte, der bei einem so großen Bahnhof, wie dem Münchener Hauptbahnhof, sehr schnell kommen kann.“

In deinem Job arbeitest du eng mit deinen Kollegen zusammen und bist in bestimmten Situationen auf ihre Rückendeckung angewiesen. Wie ist die Atmosphäre in eurem Team?

„Das Teamgefühl ist sehr positiv. Es gibt Tage und Wochen, da sehe ich meine Kollegen mehr als meine eigene Familie. Wenn man viele Stunden am Tag zusammenarbeitet, dann ist es ganz normal, dass aus Kollegen auch Freunde werden. Man hat die gleiche Denkweise, ist mit dem Job gewachsen und aufeinander angewiesen. Wenn wir im Bahnhof oder draußen auf Streife unterwegs sind, ist es die oberste Priorität, dass man sich gegenseitig vertraut.“

Aufgrund deines Namens haben einige User geschlossen, dass du Migrationshintergrund hast. Hat diese Tatsache Einfluss auf deine Arbeit bei der Polizei?

„Es gibt manchmal Situationen, da werde ich von Passanten direkt angesprochen mit: ‚Hey, du bist doch Türke’ oder ‚Hey, du bist doch Araber’. Die überwiegende Mehrheit freut es, dass ich als Türke bei der deutschen Polizei arbeite. Das ist etwas, was man sich vor fünfzehn Jahren noch nicht hätte vorstellen können. Und die Tendenz ist steigend. Wenn ich das mit Freunden vergleiche, die in anderen Berufen arbeiten, ist die Bundespolizei wirklich ein Top-Arbeitgeber. Toleranz ist bei uns das A und O! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass meine Anwesenheit zum Teil eine beruhigende Wirkung hat. Wenn meine Kollegen mit jemandem auf kommunikativer Ebene nicht weiterkommen, dann werde ich meistens herangezogen. Mein Gegenüber sieht dann: Da ist einer, der spricht meine Sprache und versteht mich.“

Gab es einen besonderen Fall, der dir im Gedächtnis geblieben ist und den du mit uns teilen willst?

„Im Gedächtnis bleiben natürlich immer die besonders schönen, aber auch die besonders traurigen Fälle. So kommt es ab und zu vor, dass wir zum Einsatz wegen eines Suizides gerufen werden. Das sind die schrecklichen Momente, die man zwar verkraftet, deren Bilder aber schon ein paar Tage im Kopf bleiben. Es gibt aber auch lustige Situationen, wie dieses Jahr auf dem Oktoberfest. Da waren wir an der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke eingeteilt. Die Arbeit macht gleich noch ein bisschen mehr Spaß, wenn die Wiesnbesucher mit uns ein Tänzchen machen wollen. Toll sind auch die Einsätze, zum Beispiel, wenn wir mit Hilfe der Fliegerstaffel nach Graffiti-Sprühern jagen. Wir sitzen dann entweder selber mit im Hubschrauber oder fahren mit dem Einsatzwagen auf der Straße und lassen uns vom Hubschrauber lotsen.“

Hast du mal eine Art Glücksmoment gehabt?

„Wir haben sehr oft den Fall, dass Eltern am Hauptbahnhof ihre Kinder vermissen. Wir müssen dann schauen, wie wir Kind und Eltern wieder zusammenbringen und dafür auch andere Behörden, wie die Landespolizei einschalten. Wenn wir es dann am Ende schaffen, ist das schon eine Art Glücksmoment für mich. Man muss sich nur mal vorstellen, das eigene Kind ginge verloren.“

Am Bahnhof herrscht ja manchmal auch ein etwas rauerer Ton. Einige User wollen daher wissen, wie du mit Respektlosigkeit umgehst.

„Das kommt immer ganz darauf an. Wenn mich einer nur anpöbelt, dann ignoriere ich das. Das höre ich tagtäglich, so wie meine anderen Kollegen auch. Wenn mich jemand beleidigt, kommt es darauf an, was derjenige genau sagt, ob er es wiederholt und wie sein Zustand war. Bei jemandem, der extrem alkoholisiert ist, sehe ich auch schon mal drüber hinweg. Ist die Person bei vollem Bewusstsein, dann erstatten wir auch Anzeige.“

Letzte Frage: Was ist dein ultimativer Tipp für das Auswahlverfahren?

„Ich kann nur jedem die Bücher zum Testtraining empfehlen. Die sind super, um sich auf den schriftlichen und logischen Teil des Auswahlverfahrens vorzubereiten. Für das persönliche Gespräch ist mein Tipp: Natürlich bleiben und sich nicht verstellen. Dass man nervös ist, ist vollkommen normal.“

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Mach dich fit mit dem Bundespolizei-Workout auf YouTube

Der offizielle YouTube-Kanal „Bundespolizei Karriere“ ist nun online. Zum Start unseres Kanals haben wir neben spannenden Einblicken in den Berufsalltag bei der Bundespolizei etwas ganz Besonderes für euch: Die erste Fitness-Serie von und mit echten Bundespolizisten! Mach mit und werde „Fit wie ein Bundespolizist“!

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In den rund 20-minütigen Workouts verhelfen dir unsere Kollegen Mert (Polizeimeisteranwärter), Annabell (Polizeikommissaranwärterin), Babett (Polizistin am Flughafen München) und Alex (Fachlehrer im Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode) (v.l.n.r.) zu mehr Kondition und Ausdauer. Für alle, die planen, sich im kommenden Jahr bei der Bundespolizei zu bewerben, ist das die ideale Vorbereitung auf den sportlichen Teil des Einstellungstests. Für alle anderen Sportbegeisterten und jene, die es werden wollen: Ein super Weg, um sich den Winter über fit zu machen!

In den kommenden Wochen werden insgesamt 8 Folgen der Fitness-Serie veröffentlicht. Dabei steigern sich die Workouts im Schwierigkeitsgrad und beanspruchen alle Muskelgruppen. Um keins der Videos zu verpassen, abonniere einfach unseren YouTube-Kanal „Bundespolizei Karriere“!

Neben den Workouts findest du dort weitere Videos, um die Bundespolizei und ihr Team näher kennenzulernen und mehr über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten zu erfahren. Wenn euch unsere Videos gefallen, lasst uns gerne einen Daumen nach oben da!

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Instagram-Interview mit Polizeiobermeister Marcus

#eureFragen #unsereAntworten

Marcus ist seit März 2012 am Flughafen Frankfurt/Main für Grenzschutz und Luftsicherheit zuständig. Nach seiner Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker bei der Bundespolizei, wollte er selbst Bundespolizist werden. Im Interview beantwortet er eure Fragen aus unserem Instagram-Q&A.

Hi Marcus, du arbeitest als Polizeiobermeister am Frankfurter Flughafen. Wie kommt es, dass du ausgerechnet dort gelandet bist?

„Das war eher zufällig. Nach Abschluss der Ausbildung wurden verschiedene Stellen an unterschiedlichen Standorten ausgeschrieben. Frankfurt hat mich dann persönlich und karrieretechnisch am meisten interessiert. Außerdem konnte ich während meines Praktikums im Rahmen der Ausbildung im mittleren Dienst in die Arbeit am Frankfurter Flughafen reinschnuppern und konnte mich direkt damit identifizieren.“

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Der Frankfurter Flughafen ist ja der größte in ganz Deutschland. Da gibt es mit Sicherheit eine Vielzahl an Aufgaben. Welche fallen in deinen Aufgabenbereich und was sind typische Situationen, mit denen du tagtäglich konfrontiert wirst?

„Im Bereich der grenzpolizeilichen Aufgaben sind die regulären Passkontrollen unsere Hauptarbeit. In letzter Zeit habe ich aber auch viel mit sogenannten Überstellungen zu tun. Das heißt, wenn sich jemand in Deutschland aufhält, obwohl er in einem anderen Land Asyl beantragt hat, wird er für das Asylverfahren dorthin zurückgeschickt. Manchmal reisen die Personen nur über den Frankfurter Flughafen weiter, manchmal bleiben sie hier, weil ihr Asylverfahren in Deutschland stattfindet. Wenn sie hierbleiben, dann bin ich unter anderem für die ersten Bearbeitungen und Weiterleitung an die Erstaufnahmestationen zuständig – wenn sie weiterreisen, begleite ich sie zu ihrem Flugzeug.

Im Bereich der Luftsicherheit kümmere ich mich unter anderem um die Überwachung der Sicherheitskontrollen am Flughafen. Sollte es zum Beispiel bei der Durchsuchung eines Gepäckstückes zu einer verdächtigen Feststellung kommen, dann müssen wir einschätzen, ob eine Gefahr besteht oder nicht. Je nach Situation kann der Betroffene weiterreisen oder muss sich einer Befragung und weiteren Kontrollen unterziehen. Beide Bereiche – Grenzschutz und Luftsicherheit – sind am Flughafen eng miteinander verzahnt.“

Wie verständigt ihr euch mit Personen, die offensichtlich kein Deutsch sprechen?

„Als Allererstes versuchen wir es auf Englisch, das klappt meistens ganz gut. Wenn der Betroffene kein Deutsch oder Englisch spricht, dann nehmen wir ihn mit auf die Dienststelle. Dort versuchen wir dann sprachkundige Kollegen oder einen Dolmetscher einzubinden. Zum Teil nutzen wir auch zweisprachige Formulare – deutsch und verschiedene andere Sprachen, die uns bei der Feststellung der Muttersprache helfen, wenn der Betroffene schreiben kann.“

Viele unserer User haben sich gefragt, wie es mit der Aufgabenteilung am Flughafen aussieht. Handelt es sich bei dem Bereich hinter den Sicherheitskontrollen bereits um internationales Gebiet? Wo ist die Bundespolizei noch zuständig und wo nicht?

„Die Bundespolizei ist für die Sicherheit in allen Bereichen zuständig, sowohl vor als auch hinter den Sicherheitskontrollen. Der Bereich hinter den Sicherheitskontrollen gehört nicht zu internationalem Gebiet. Es ist deutsches Hoheitsgebiet, wie vor den Sicherheitskontrollen auch. Grob gesagt ist der einzige Unterschied, dass es sich um einen im Polizeijargon bezeichneten „sauberen“ Bereich handelt. Das heißt, man muss eine Bordkarte und ein gültiges Dokument – einen Pass oder Personalausweis – besitzen und darf keine gefährlichen Gegenstände bei sich tragen, um in diesen Bereich zu gelangen. Es gibt außerdem Kollegen, die Streife am Zaun des Flughafens und auf dem Start- und Landefeld fahren, damit niemand auf startende und landende Flugzeuge Einfluss nehmen kann.“

In den vergangenen Monaten kam es vermehrt zu Terrorwarnungen. Wie nimmst du die aktuellen Entwicklungen wahr? Hast du das Gefühl, dass diese Ereignisse Einfluss auf deine tägliche Arbeit am Flughafen haben?

„Nach den Anschlägen von Paris wurde die Präsenz zum allgemeinen Schutz der Kontrollstellen erhöht. Die Maßnahmen sollen unter anderem verhindern, dass sich jemand unkontrolliert Zugang zum Sicherheitsbereich verschafft. Zum Teil kontrollieren wir auch einzelne Flugzeuge im Zuge der Anti-Terror-Maßnahmen. Waren wir vorher schon wachsam, dann sind wir jetzt noch aufmerksamer und schneller alarmiert. Vor ein paar Wochen mussten wir zum Beispiel einen ganzen Terminal räumen und konnten diesen erst nach Sicherheitsüberprüfung wieder öffnen. Auch wenn die Stimmung der Passagiere natürlich nicht so toll war, muss man in so einer Situation freundlich, ruhig, hilfsbereit und auf seinen Auftrag konzentriert bleiben.“

Was gefällt dir an deiner Arbeit? Wie sehen deine Arbeitszeiten aus?

„Die Abwechslung gefällt mir! Mal ist es wirklich eine Art Bürojob, wenn ich bei der Grenzkontrolle sitze und Pässe kontrolliere. Auf der anderen Seite lege ich, wenn ich auf Streife im Terminal unterwegs bin, auch schon mal 15 Kilometer innerhalb von ca. acht Stunden zurück. Jeden Tag ist die Arbeit anders – auch innerhalb des Tages. Wir arbeiten im Schichtdienst, das heißt, ich habe „rollende“ Wochen mit Früh-, Spät- und Nachtdienst immer im Wechsel. An den Wechsel muss man sich vielleicht am Anfang etwas gewöhnen, aber das ist ja in jedem Schichtdienst so.“

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YouTube meets Bundespolizei

Wir haben die zwei YouTuber Joey vom Kanal JoeysJungle und Lisa vom Kanal ItsColeslaw in die Bundespolizeiakademie nach Lübeck eingeladen. Die Aufgabe: Nehmt die Bundespolizei für eure Zuschauer unter die Lupe und stellt euch einigen ganz besonderen Herausforderungen des Polizeivollzugsdienstes und des Einstellungstests. So viel sei verraten: Polizeihund Tarzan zeigte sich dabei nicht nur von seiner freundlichen Seite.

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Beide YouTuber haben eine ordentliche Portion Mut bewiesen und die verschiedenen Aufgaben auf ihre ganz eigene Weise in ihre Vidoes integriert: Während Lisa ihre Zuschauer im klassischen Vlog durch den Tag mitnahm, baute Joey die Aufgaben der Bundespolizei in seine beliebte Videoreihe „Trau dich Joey“ ein. Alles in allem eine tolle Aktion, um mehr junge Menschen auf eine Ausbildung bei der Bundespolizei aufmerksam zu machen.

Die Videos sind seit Sonntag, dem 28. August 2016, in den Kanälen der beiden YouTuber online. Schaut doch mal rein!

Hier geht es zum Video von Lisa: https://www.youtube.com/watch?v=5kP3Pn8Sx6s

Und hier findet ihr das Video von Joey: https://www.youtube.com/watch?v=URUOD6VjREI

 

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Tipps für den Einstellungstest

Ob in Neustrelitz, Walsrode, Swisttal, Eschwege, Oerlenbach oder nun auch Bamberg – die Auswahlverfahren für die Ausbildung für den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst laufen derzeit auf Hochtouren. Wir haben mit Polizeimeisteranwärterin Linda gesprochen, wie sie den Einstellungstest erlebt hat und welche Tricks bei der Vorbereitung geholfen haben.

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Hallo Linda, vor welchem Teil des Auswahlverfahrens warst du am aufgeregtesten und wie hast du die Nerven bewahrt?

Am meisten war ich vor dem Einzelgespräch aufgeregt. Vielleicht lag es an dem Gefühl drei bis vier Polizisten gegenüberzusitzen. Meine Nerven lagen ziemlich blank, als ich nach meinem Gespräch vor die Tür gebeten wurde und auf die Ab- oder Zusage für den nächsten und letzten Teil des Auswahlverfahrens warten musste. Was mir geholfen hat: Ich wusste, dass ich es notfalls nächstes Jahr noch einmal probieren kann – dann aber mit einem kleinen Vorteil, weil ich den Ablauf des Auswahlverfahrens ja bereits kenne.

Wie hast du dich auf den mündlichen Teil vorbereitet?

Die beste Vorbereitung für den mündlichen Teil ist definitiv Zeitung lesen, Nachrichten schauen und die Geschehnisse der Welt zu verfolgen. Einfach auf dem neuesten Stand bleiben und sich natürlich über die Bundespolizei informieren!

Hast du für den Sporttest trainiert?

Ja, denn der Sporttest ist nicht zu unterschätzen! Hält man sich das ganze Jahr über fit, muss man sich keinen genauen Start für das Training setzen. Ich spiele Handball und hatte bereits viel für Ausdauer und Kraft trainiert. Als die Einladung zum Sporttest kam und ich wusste, ich habe noch sechs Wochen Zeit, habe ich auch die Übungen des Sporttests explizit geübt. Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn du dann in der Halle stehst und weiß, du kannst die Zeiten, die Weiten oder die Anzahl der Liegestütze schaffen!

Was sollten die Bewerber am Tag des Auswahlverfahrens nicht vergessen mitzubringen?

Auf jeden Fall sollten mehrere Kugelschreiber im Rucksack sein – für den Fall, dass einer während des schriftlichen Tests den Geist aufgibt. Ich hatte noch Traubenzucker und was Süßes für die Nerven und meinen persönlichen Glücksbringer dabei. Auch ausreichend zu trinken sollte man nicht vergessen. Beim Sporttest tut ein Schluck Wasser zwischen den einzelnen Übungen gut.

Zusammengefasst, was sind deine Top 3 Tipps?

1. Glaubt an euch selbst, dann könnt ihr alles schaffen!

2. Seid beim persönlichen Gespräch einfach ihr selbst und versucht euch nicht zu verstellen und zu überlegen, was die Polizisten gerne von euch hören würden, denn das geht nach hinten los.

3. Übung macht den Meister!

Für die Einstellung zum 1. März 2017 im mittleren Dienst kannst du dich noch bis zum 1. September 2016 bewerben.

Für den Ausbildungsbeginn am 1. September 2017 im mittleren oder gehobenen Dienst nehmen wir noch bis zum 31. Oktober 2016 Bewerbungen entgegen.

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Olympia 2016 – Die Bundespolizei auf Medaillenjagd

Der sportliche Sommer geht weiter: Am Samstag, dem 6. August (1 Uhr MESZ) fällt mit der Eröffnungszeremonie in Rio de Janeiro der offizielle Startschuss zu den XXXI. Olympischen Sommerspielen. Viele der 449 Athletinnen und Athleten der Deutschen Olympiamannschaft haben bereits ihre Unterkünfte in der brasilianischen Hauptstadt bezogen und bereiten sich auf ihre Wettkämpfe vor. Unter ihnen befinden sich diesmal auch 24 Spitzensportler der Bundespolizei!

Sportförderung wird bei der Bundespolizei groß geschrieben

Wie im Spitzensport sind auch bei der Bundespolizei Leistungswille, Gemeinschaftssinn und Fairness gefragt. Die Bundespolizei fördert daher Leistungssportler in verschiedenen olympischen Disziplinen und bietet ihnen eine vollwertige Berufsausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst. Trainiert haben die Bundespolizeiathleten in der Bundespolizeisportschule Kienbaum in der Nähe von Berlin. Leichtathletik, Radfahren, Rudern, Kanu, Judo und Bogenschießen gehören zu den Sportarten, in denen sie in diesem Jahr antreten. Bereits 2012 waren zwölf von ihnen in London am Start, darunter der Olympiasieger im Einer-Canadier Sebastian Brendel und Karl Schulze, Ruder-Olympiasieger im Doppelvierer.

Unsere größte Medaillenhoffnung bei den Olympischen Spielen 2016

Besondere Hoffnung legen viele Bundespolizisten in ihre Kollegen aus dem Radsport – ganz besonders in die 25-Jährige Bundespolizeiathletin Kristina Vogel. Sie holte bei den letzten Olympischen Spielen in London eine Goldmedaille im Bahnrad Teamsprint und wurde in diesem Jahr als erste Bundespolizistin als Fahnenträgerin der Deutschen Olympiamannschaft nominiert. Vor allem in den Kurzzeitdisziplinen Sprint, Keirin und Teamsprint konnte sie sich bei bisherigen internationalen Wettkämpfen immer wieder gegen ihre Konkurrenz durchsetzen.

Bahnradsportler der Bundespolizei unter den Favoriten

Und noch einen Wettkampf erwartet die Bundespolizei mit Spannung: Es könnte in diesem Jahr nämlich zum ersten mal eine deutsche Teamsprint-Mannschaft bei den Olympischen Spielen geben, die komplett aus Bundespolizisten besteht! Die Weltmeisterschaftsdritten diesen Jahres René Enders (29), Joachim Eilers (26) sowie Max Niederlag (23) gelten als Mitfavoriten im Kampf um olympisches Gold im Bahnrad Teamsprint. Dass sie das Zeug dazu haben, konnten sie Anfang des Jahres beim Weltcup in Kolumbien bereits mit einer Goldmedaille unter Beweis stellen.

Wir sind jetzt schon stolz und drücken allen die Daumen!

Du willst wissen, wie sich unsere Athleten schlagen? Über den Twitter-Kanal @bpol_sport bleibst du immer auf dem Laufenden.

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Aufgepasst! Die Bundespolizei hat jetzt einen eigenen offiziellen Instagram-Account

Wenn du die Bundespolizei und ihr Team näher kennenlernen möchtest, dann folge uns auf Instagram.

Über #bundespolizei und #bpol erhaltet ihr spannende Einblicke in den Arbeitsalltag eines Bundespolizisten und habt die Chance, mehr über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten bei der Bundespolizei zu erfahren.

Wir freuen uns auf deinen Besuch!

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Mit der Bundespolizei zum Fußball

Auswärtsfahrten sind ein Ereignis. Knapp 80.000 Fußballfans aller Ligen reisen an Spieltagen mit der Bahn ihrem Team nach. Sie füllen den Gästeblock und unterstützen ihre Mannschaft.

Bereits die Anreise ist Teil des Events. Die Fans leben ihre gemeinsame Leidenschaft aus. Sie singen im Zug, feiern ihre Mannschaft und sind voller Vorfreude auf das Spiel. Nach dem Abpfiff möchten sie dann sicher nach Hause kommen.

Mit der wachsenden Zahl reisender Fans kommt es leider auch immer öfter zu gefährlichen Zwischenfällen: Fans brennen Pyrotechnik ab, solidarisieren sich gegen Polizeieinsätze und geraten mit gegnerischen Fans aneinander. Häufig gefährden sie so unbeteiligte Reisende.

Um Unbeteiligte zu schützen, geht die Bundespolizei gegen diese Störungen vor. Gewaltexzessen versucht sie unter allen Umständen vorzubeugen. Werden Fans trotzdem gewalttätig, ziehen die Beamten die Täter zur Verantwortung. Es ist ihre gesetzliche Aufgabe, Gefahren für die öffentliche Sicherheit auf den Bahnanlagen des Bundes abzuwehren.

Die speziell trainierten und ausgerüsteten Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei unterstützen die Kolleginnen und Kollegen der Dienststellen vor Ort. Jedes Fußballwochenende sorgen sie mit Engagement, Augenmaß und Professionalität dafür, dass der Fußball das bleibt, was er schon immer war: die schönste Nebensache der Welt.

 

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So viele Bewerber wie noch nie

Die Bewerbungszahlen zeigen: Die Bundespolizei ist nach wie vor ein äußerst attraktiver Arbeitgeber. Nie zuvor haben sich so viele Menschen bei uns beworben wie für die Einstellung 2016.

Aufgrund der Vielzahl an Bewerbungen, dauert die Bearbeitung in diesem Jahr etwas länger, eine Wartezeit von zwei bis drei Monaten ist leider realistisch. Wir prüfen derzeit eure Unterlagen und laden euch anschließend zum Testverfahren ein.

Über den Stand eurer Bewerbung könnt ihr euch jederzeit bei eurem zuständigen Einstellungsberater informieren. Alle Bewerber, die unsere Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, erhalten die Chance, am Auswahlverfahren teilzunehmen, das bis zum Sommer andauern wird.

Und für alle, die sich seit Neuestem für eine Karriere bei der Bundespolizei interessieren: Die nächste Bewerberrunde startet im Frühjahr 2016. Hier findest du alle Infos zur Bewerbung.

Wir wünschen euch viel Erfolg!

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