Beweise, dass du es kannst! Das Auswahlverfahren

Wir wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, die zu uns passen. Deshalb prüfen wir die Bewerberunterlagen genau und laden die geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Auswahlverfahren ein. Was dich beim Auswahlverfahren erwartet, erfährst du hier:

  • Auswahlverfahren für den Polizeivollzugsdienst
  • Auswahlverfahren für die Ausbildung in den Kammerberufen
  • Auswahlverfahren für die Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten
Vier Schritte, vielfältige Perspektiven: unser Auswahlverfahren für den Polizeivollzugsdienst

Dieses Auswahlverfahren besteht immer aus vier Teilen und variiert, je nachdem für welche Laufbahngruppe du dich interessierst:

Wenn du zum EAV kommst, erstatten wir dir notwendige nachgewiesene Fahrtkosten und stellen dir eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung.

EAV für den mittleren Dienst

Das EAV für Bewerberinnen und Bewerber für den mittleren Polizeivollzugsdienst in der Bundespolizei dauert zwei bis drei Tage und findet in den Aus- und Fortbildungseinrichtungen der Bundespolizei statt. Es besteht aus einem schriftlichen Test in Form eines Diktates, einem Sporttest, einem Vorstellungsgespräch und einer polizeiärztlichen Untersuchung. Über weitere Einzelheiten informiert dich gerne dein Einstellungsberater.

EAV für den gehobenen Dienst

Für Bewerberinnen und Bewerber für den gehobenen Polizeivollzugsdienst in der Bundespolizei dauert das EAV bis zu vier Tagen. Den ersten Teil bildet ein schriftliches Testverfahren bestehend aus Intelligenztest und Überprüfung der Deutschkenntnisse sowie einem Sporttest. Diese finden im Bereich einer Aus- und Fortbildungseinrichtung der Bundespolizei oder direkt bei der Bundespolizeiakademie in Lübeck statt.

Bei positivem Ergebnis erfolgt die Zulassung für die Teilnahme zum zweiten Teil des EAV. Dieser beinhaltet ein Assessment-Center mit Gruppendiskussion, Kurzvortrag und Interview. Der zweite Teil findet für alle Bewerberinnen und Bewerber zentral an der Bundespolizeiakademie in Lübeck statt. Im dritten Teil findet die polizeiärztliche Untersuchung im Bereich einer Aus- und Fortbildungseinrichtung der Bundespolizei oder direkt bei der Bundespolizeiakademie in Lübeck statt. Über weitere Einzelheiten informiert dich dein Einstellungsberater.

Mehr Infos findest du hier.

EAV für die Ausbildung in den Kammerberufen

Wenn du dich für eine Ausbildung in den Kammerberufen interessierst, erwarten dich ein schriftlicher und ein praktischer Test sowie ein persönliches Vorstellungsgespräch. Der schriftliche Teil besteht aus einem Konzentrationstest und einem speziell auf die jeweilige Ausbildung bezogenen technischen Test. Im praktischen Teil lieferst du eine Arbeitsprobe ab. Notwendige nachgewiesene Fahrtkosten werden dir erstattet.
Offene Stellenangebote findest du hier.

 

EAV für die Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten

Wenn du dich für eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten bewirbst, besteht das Auswahlverfahren aus einem schriftlichen Einstellungstest und einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Notwendige nachgewiesene Fahrtkosten werden dir erstattet. Weitere Informationen findest du beim Bundesverwaltungsamt.

Auf Herz und Nieren: die polizeiärztliche Untersuchung

Der Dienst bei der Bundespolizei ist eine Herausforderung – sowohl psychisch als auch physisch. Ob du rundum gesund und einsatzfähig bist, stellen wir durch eine polizeiärztliche Untersuchung im Rahmen des EAV fest.

Die wichtigsten Anforderungen sind dabei:

  • kein Über- oder Untergewicht
  • keine Einschränkungen, die das Laufen, Stehen, Sitzen oder Schreiben beeinflussen
  • ausreichendes Sehvermögen
  • ein gutes Farbunterscheidungsvermögen und räumliches Sehen
  • ein leistungsfähiges Herz-Kreislaufsystem
  • ein gesundes Gebiss - kein herausnehmbarer Zahnersatz
  • ein intaktes Hormonsystem
  • psychische Gesundheit

Das Informationsblatt des Polizeiärztlichen Dienstes der Bundespolizei für Bewerberinnen/Bewerber informiert im Detail über wesentliche gesundheitliche Anforderungen und mögliche Ausschlusskriterien, wie zum Beispiel Allergien mit Dauermedikation, Rheuma oder Migräne.

Aufgepasst: Im Falle von schwerwiegenden Erkrankungen, Unfällen, Operationen – vor allem in den letzten fünf Jahren oder noch andauernden Behandlungen, legst du deiner Bewerbung bitte ärztliche Befundberichte in einem gesonderten Umschlag bei. Diesen kennzeichnest du für die Polizeiärztin/den Polizeiarzt der Bundespolizei mit dem Vermerk „vertrauliche Arztsache“.

Achtung: Körperschmuck und Tätowierungen können einen Einstellungshinderungsgrund darstellen. Aus diesem Grund gilt: Beim Tragen der Dienstkleidung - ausgenommen beim Dienstsport - dürfen Tätowierungen, Brandings, Mehndis (Henna-Tattoos) und Ähnliches nicht sichtbar sein. Sofern sie durch die getragene Dienstkleidung nicht vollständig verdeckt werden, sind sie in geeigneter und dezenter Weise abzudecken.

Entsprechende Darstellungen - auch an durch Kleidung abgedeckten Körperstellen - dürfen nicht gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen sowie keine diskriminierenden, gewaltverherrlichenden oder sonstigen gesetzlich verbotenen Motive enthalten oder nach dem Erscheinungsbild und der inhaltlichen Aussage im Einzelfall einen achtungs- und vertrauensunwürdigen Eindruck erwecken.

Schwitzen für die Laufbahn: der Sporttest

Wer Straftäter verfolgt, Machtzentralen schützt oder an Bord der Küstenwache bei schwerem Seegang auf Streifenfahrt ist, muss fit sein – und zwar von Kopf bis Fuß. In einem Sporttest stellen wir deshalb die körperliche Leistungsfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber auf den Prüfstand. Der Test besteht aus vier Übungen:

Kasten-Bumerang-Test: Hier überprüfen wir die Schnelligkeit, die Stütz- und Rumpfkraft sowie die Koordinations-, Orientierungs- und  Konzentrationsfähigkeit der Bewerber und Bewerberinnen.

Standweitsprung: Wer über eine gute horizontale Sprungkraft verfügt, kann in dieser Übung zeigen, was er kann.

Liegestütze: 40 Sekunden hast du Zeit, um die Leistungsfähigkeit deiner Schulter-, Arm- und Brustmuskulatur unter Beweis zu stellen. Als Bewerberin solltest du mindestens sieben (ab 30 Jahre mindestens fünf), als Bewerber mindestens 23 (ab 30 Jahre mindestens 21) Wiederholungen schaffen.

Zwölf-Minuten-Lauf: Auf die Plätze, fertig, los! Im vierten und letzten Teil des Sporttests läufst du zwölf Minuten lang soweit und schnell du kannst ein markiertes Rechteck entlang. Bewerberinnen sollten mindestens 2.000 Meter, Bewerber 2.400 Meter in der Zeit zurücklegen.

Weitere Informationen zm Sporttest findest du hier.

Schwarz auf weiß: die schriftlichen Tests

Ob Bericht, Pressemitteilung oder Geschäftsbrief: Dienstlicher Schriftverkehr gehört zum Polizeialltag. Deshalb überprüfen wir im Auswahlverfahren für den mittleren Dienst deine Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung mit Hilfe eines kurzen Diktats. Auch beim Einstellungsverfahren für den gehobenen Dienst stellen wir dir schriftliche Aufgaben: bei einem Intelligenztest und einem Kurzaufsatz, in dem du ein vorgegebenes Thema bearbeitest.

Hinweise für die Vorbereitung für den schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens für den mittleren Dienst sowie ein Probediktat findest du hier.

Tipps für die Vorbereitung für den schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens für den gehobenen Dienst sowie einen Beispielaufsatz findest du hier.

Reden ist Gold: die mündlichen Tests

Ein persönliches Gespräch kann nichts ersetzen. Deshalb unterhalten wir uns mit allen Bewerbern, die es bis hierher geschafft haben, ausführlich. Dabei interessiert uns nicht nur dein Auftreten und deine Persönlichkeit, sondern auch deine Motivation, dich bei der Bundespolizei zu bewerben.