Kriminalitätsbekämpfung
Kriminalitätsbekämpfung
Quelle
Bundespolizei

„Herausfinden, wie schwer schwere Jungs wirklich sind“

Kriminalitätsbekämpfung

Mit Köpfchen und modernster Technik

Dein Ziel

  • Straftaten verhindern und verfolgen – online und offline

Deine Stärken

  • Kombinationsgabe
  • Fingerspitzengefühl
  • Geduld
  • Analytisches Denken
  • Interesse für digitale Technik

Dein Arbeitsplatz

  • Tatorte, Fundorte, Wohnungen und Vernehmungsräume – aber auch das Internet

Dein Einsatzgebiet

  • Alle Orte, an denen sich Straftäter oder ihre Opfer aufhalten oder aufhalten könnten

Deine Aufgaben

  • Straftaten verfolgen
  • Kriminalität bekämpfen
  • Spuren am Tatort sichern
  • Vernehmungen und Durchsuchungen
  • Beweismittel sichern und auswerten
  • Verdächtige verdeckt überwachen

    Dein Weg

    • Laufbahnausbildung mittlerer oder gehobener Dienst
    • Mehrjährige Berufserfahrung
    • Speziallehrgänge an der Bundespolizeiakademie und bei Partnerbehörden
    Quelle
    Bundespolizei
    Portrait_Kriminalitätsbekämpfung

    Kriminalität bekämpfen – die richtige Aufgabe für dich, wenn du neugierig bist und dich gut in andere Menschen hineinversetzen kannst.

    „Bei der Vernehmung halten wir niemandem die Lampe ins Gesicht.“

    Ronny, Bundespolizist

     

    Ronny kämpft als Polizeioberkommissar der Bundespolizei gegen die Kriminalität. Früher ermittelte er an der deutsch-polnischen Grenze, mittlerweile ist er in Münster auf Spurensuche. Dort ist er unter anderem für die Kriminaltechnik verantwortlich. Er sichert den Tatort, sucht nach Fingerabdrücken und sonstigen Spuren (auch digitalen Spuren), schießt Beweisfotos und vernimmt mögliche Täter. 

    „Dafür muss ich mich in den Täter hineinversetzen, mir überlegen, wie er vorgegangen ist und was er angefasst haben könnte“, sagt der Kommissar. „Im Grunde wie im Fernsehen, aber real“, erklärt er schmunzelnd und ergänzt: „Besonders, wenn es um Tatortarbeit geht, können Krimiserien einen Anreiz geben, um mehr als um eine Ecke zu denken – und nicht nur an nahe liegenden Orten nach Spuren zu suchen.“

    Den kleinen Hinweisen nachgehen

    Einen schweren Diebstahl klärte sein Team auf, weil Ronny an einer ungewöhnlichen Stelle DNA-Spuren fand. Wo genau darf er nicht verraten – aus taktischen Gründen. Seit fast 15 Jahren ist Ronny bei der Bundespolizei. Spurensucher war er schon immer. 2005 wechselte er zur Kriminalitätsbekämpfung nach Kleve, weil ihn die akribischen Ermittlungen reizten. Zuvor hat er im Grenzgebiet im Bereich der unerlaubten Migration ermittelt. 

    Nun interessierte ihn: Wo kommen die Menschen her? Was ist ihr Ziel? Ziehen Hinterleute die Fäden? „Schon der kleinste Hinweis kann zu einem großen Fall führen“, erklärt der gebürtige Cottbusser. In seiner neuen Heimat Münster beschäftigt sich der Kriminaltechniker vor allem mit Straftaten, die an Bahnhöfen, an Bahnstrecken, in Zügen und am Flughafen begangen werden.

    Beweise sichten und Verdächtige verhören

    Im Bereich Gewaltdelikte bearbeitet Ronny Strafanzeigen, sichtet Beweisvideos, vernimmt Verdächtige. Er verfolgt aber auch Kriminalität mittels des Internets. „Ganz wie in den Krimis geht es beim Verhör aber nicht zu“, erklärt er. "Wir vernehmen sachlich, halten uns an die Fakten und leuchten niemandem mit der Lampe ins Gesicht.“ War die Spurensuche der Bundespolizei erfolgreich, dauert die Vernehmung meist nicht lange. In vielen Fällen sprechen die Beweise ganz einfach für sich.

    Die Kriminalitätsbekämpfung

    Die Bundespolizei arbeitet erfolgreich als Kriminalpolizei. Eine anspruchsvolle Aufgabe: 2015 verfolgten die Ermittler der Bundespolizei insgesamt 436.387 Straftaten – ganze 82 Prozent davon wurden aufgeklärt. Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Verfolgung und Bekämpfung von Schleuserbanden, die Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis aus dem Ausland illegal nach Deutschland bringen.

    64 regionale Ermittlungsdienststellen arbeiten dabei an der Verfolgung leichter und mittlerer Kriminalität wie Betrug, Diebstahl oder Sachbeschädigung. Spezialisten für Kriminalitätsbekämpfung gehen in neun Bundespolizeiinspektionen gegen schwere und organisierte Kriminalität vor. Dazu zählt zum Beispiel die Schleusungs- und Eigentumskriminalität (wie der bandenmäßige Diebstahl von Buntmetall). Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie ermitteln, fahnden, observieren und machen Straftäterinnen und Straftäter dingfest.

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